NOEplast Lärmschutz
Mit Lärmschutzwänden Ruhe sichtbar machen
NOEplast Strukturmatrizen geben Lärmschutzwänden Form und Struktur
Jede Lärmschutzwand stellt unterschiedliche Anforderungen an die Kreativität der Planer, die Funktionalität der Werkstoffe und die Wirtschaftlichkeit der Lösungen. Mit den Strukturmatrizen von NOEplast lassen sich Lärmschutzwände in Struktur und Form bis zur Hochabsorption vollenden.
Lärmschutzwände sollen den von einer linienförmigen oder
flächigen Lärmquelle (z. B. Straßen, Schienenwege, Fabrikanlagen)
ausgehenden Lärm so dämmen, dass an dem zu schützenden
Immissionsort der Lärm so weit abgeschwächt wird, dass die
gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. So lässt sich die
Ausgangslage in etwa beschreiben. Diese Lärmschutzwände haben eine
Lärm abschirmende Wirkung und verhindern zu einem guten Teil die
Ausbreitung des Schalls. Allerdings hängt die Wirksamkeit einer
Lärmschutzwand als Schallschirm von verschiedenen Faktoren ab: Von
der Höhe der Lärmschutzwand, der akustischen Konzeption, dem
Abstand der Lärmschutzwand vom Immissionsort, der Höhe des
Immissionsortes, vom Frequenzspektrum des Schalls sowie unter
Umständen von der Krümmung der Wand.
Der technische Standard beim Bau von Lärmschutzwänden ist bei fast
allen Herstellern gleich, es gibt nur ganz wenig Unterschiede.
Bohrpfähle oder Rammrohre dienen als sichere Basis, darauf gründen
sich Flachfundamente, Beton- oder Stahlstützen geben den Wänden
Halt. Die Lärmschutzwände werden entweder reflektierend,
absorbierend oder aber hochabsorbierend ausgeführt. Bei den
Materialien für die Wand scheiden sich dann die Geister.
Überwiegend werden Lärmschutzwände aus Beton, Aluminium, Glas oder
Holz, transparentem Kunststoff oder Ziegel hergestellt. In die
Statistik für 2006 zum Beispiel geht Beton mit dem Löwenanteil von
47,3 % ein. Der Beton dominiert also.
Das beweist, dass sich Beton auch für Ingenieurbauwerke im Lauf der
Zeit vom reinen Baustoff zum gestalterischen Element mit hohen
Qualitätsansprüchen entwickelt hat. Beton ist in diesem Fall jedoch
nicht gleich Beton. Es kommt in nicht unerheblichem Maß auf die
Zuschläge an. Der Werkstoff einer Lärmschutzwand ist mit einem
Einfluss von rund 80 % an der Wirksamkeit beteiligt. Dipl.-Ing.
Joachim Müller von der Ed. Züblin AG (Fertigteilwerk Karlsruhe)
meint dazu: „Der Schall lässt sich reduzieren, indem man im Beton
Hohlräume schafft!“ Das Maß der Schallabsorption sei nämlich in
hohem Maß auch materialabhängig, so der Prokurist und
Bereichsleiter. Im Regelfall jedoch werde nur über eine perfekte
Struktur und eben solches Material die gute und wirtschaftliche
Lärmschutzwand erreicht.
Strukturen von der Rolle
Strukturen für Lärmschutzwände mit NOEplast-Kreativstrukturen,
mit Strukturen aus dem Standardprogramm oder mit individuellen
Strukturen, die eigenen Vorgaben oder denen des Bauherrn
entsprechen, lassen sich flexibel an die verschiedensten
Anforderungsprofile von Ämtern und Architekten anpassen. Im
Folgenden sollen einige Beispiele zeigen, dass sich kaum ein
Baustoff so vielseitig und damit so wirtschaftlich einsetzen lässt
wie der mit NOEplast strukturierte Beton.
Eine besondere Rolle bei der Lärmdämmung spielt seit jeher der
Eierkarton. Dient er in seiner Bestimmung eigentlich eher dem Ei
als Transport- und Aufenthaltsbehälter, so fungiert er genau so
vorzüglich auch als Lärmbremse. Die Struktur dieses Eierkartons ist
zwar nicht jedermanns Sache, jedoch bricht sie auf ganz subtile
Weise den Schall. Das war z. B. für die Autobahndirektion Gorinchem
in den Niederlanden Grund genug, die viel befahrene A 15 bzw. E 31
zur Hafenstadt Rotterdam mit Lärmschutzwänden in diesem Design
auszustatten. Dort zeigen die „Eierkartons“, was sie
„schalltechnisch“ drauf haben, auch wenn sie in ihrer Struktur nur
täuschend echt in Beton modelliert sind. Rund sieben Meter hoch
geben die in zwei Reihen übereinander stehenden Betonfertigteile
die ideale Lärmbremse für die dahinter liegende Wohnbebauung ab.
Die Struktur lieferte die Matrize „Bern“ aus dem typenreichen
Strukturangebot von NOEplast in Süssen, baustellengerecht
eingesetzt von NOE-Bekistingstechniek b. v. in den
Niederlanden.
Eine andere Form von Schall- oder Lärmbremse bietet sich mit der
Matrize „Hong Kong“ von NOEplast an, deren Struktur einem
Holzscheit nachempfunden ist. Nun gelten Holzhaufen am Straßenrand
zwar nur als bedingt Lärm mindernd, den absoluten Lärmschutz
garantieren sie nicht. Ganz anders die Lärmschutzwand aus Beton,
der mit einer Struktur „Hong Kong“ auf ganzer Höhe und Breite das
exakt geschichtete Holzscheit verordnet wurde; beim
niederländischen Tilburg schirmt sie eine Wohnsiedlung wirkungsvoll
von einer stark frequentierten Fernstraße ab.
Variable Strukturverläufe erhöhen den Dämmwert
Mit einer konzertierten bayerisch-württembergischen Aktion
ging man am Stuttgarter Flughafen gegen den Straßenlärm vor.
Matrizen von NOEplast aus Süssen spiegeln mit der Struktur Tölz im
Zusammenspiel von Ästhetik und Funktionalität moderne
Verkehrskultur wider. Und es zeigt sich an dieser Lärmschutzwand,
dass Tölz nicht nur durch seinen schwergewichtigen Bullen, sondern
auch durch eine den Lärm dämmende und hemmende Struktur auf sich
aufmerksam machen kann. So wie ein Bulle allein die Welt jedoch
nicht besser macht, dämmt auch die Struktur Tölz alleine nicht den
Lärm. Ein offenporiger Lava-Beton sowie die sich permanent
verändernden Strukturverläufe unterstützen das farbenfrohe
Lärmschutzbauwerk zusätzlich in seiner Wirkung. Horizontale und
vertikale, schräge und gerade Elemente verlaufen ineinander. Das
setzt wiederum den überaus exakten Schnitt der Strukturmatrizen
voraus, bevor genau so exakt betoniert werden muss. Und dafür steht
das Fertigteilwerk von Züblin in Gladbeck gerade, wo man schon seit
Jahren erfolgreich mit den Strukturmatrizen von NOEplast, Süssen
arbeitet. Mit Fertigteilen aus den beiden Werken in Karlsruhe und
Gladbeck hat die Ed. Züblin AG schon über 1,3 Mio. m²
Lärmschutzwände gebaut.
Dass sich der Beton vom reinen Baustoff zum gestalterischen Element
mit hohen Qualitätsansprüchen entwickelt hat, ist zum Beispiel auch
auf französischen Autobahnen, National- und Landesstraßen gut zu
beobachten, wo die Kunst am Bau immer wieder fröhliche Urständ
feiert. Kaum ein Brückenbauwerk, keine Unter- oder Überführung,
keine Lärmschutzwand die nicht in irgendeiner Weise mit Strukturen
oder anderen gestalterischen Elementen versehen wäre. Bei den
Projekten Jarnac und Taponnat, Lärmschutzwände von 300 m bzw. 900 m
Länge im Anschluss an überführende Brücken, hat sich die Direction
Departement de Equipment in Angoleine für eine Mauerwerksstruktur
der besonderen Art entschieden: für die Murus Romanus von NOEplast.
Von Architekt Laurent Barbier entworfen, verläuft die Struktur in
waagerechten und senkrechten Teilungen, die sich über die ganze
Länge der Lärmschutzeinrichtung hinziehen. Für beide Projekte,
Jarnac einseitig und Taponnat zweiseitig strukturiert, benutzte das
ausführende Fertigteilunternehmen Prefa 2000 S.N.G.C. ein und
dieselbe Matrize, die dabei 115 Einsätze wegstecken musste. Die bis
zum letzten Meter überaus exakte Wiedergabe in Beton lässt das
nicht vermuten!
Mit dem Vorurteil der Langweiligkeit von Lärmschutzbauwerken lässt
sich mit diesen Matrizen trefflich aufräumen. Und für das
Fertigteilwerk oder den Bauunternehmer bietet sich mit
Strukturmatrizen von NOEplast die Möglichkeit, über einen
Sondervorschlag praktisch jede noch so ausgefallene Idee von
Architekt oder Straßenbauamt mit einigem Verhandlungsgeschick auch
noch wirtschaftlich in die Tat respektive in Beton umzusetzen.
Voraussetzung für eine ordentliche Lärmdämmung ist nun einmal die
strukturierte (Beton-) Oberfläche.










