Sandstein-Poesie
Sandsteinbeton zur Poesie verarbeitet
Die Kunst zu minimieren
Elternhaus, Sandbaden oder Eis im Block – der Bezug zwischen Idee und Beton erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Bei einem von „braun – Ideen aus Stein“ initiierten und von Unternehmen der Baubranche geförderten Wettbewerb „Artist at Work“ sollte sowohl jungen Künstlern als auch Kunstinteressierten der Sandsteinbeton nahe gebracht und damit der Beton von einer seiner schönsten Seite gezeigt werden.
15 junge Nachwuchskünstler und Studierende an Hochschulen für
Kunst und Architektur hatten auf der Landesgartenschau in
Heidenheim die Möglichkeit, mit einem neuen Werkstoff Bekanntschaft
zu machen, den sie für ihre Arbeiten entweder mit NOE-Schalung in
Form brachten oder sie benutzten NOEplast flüssig, um ihre Ideen in
Beton zu gießen. Das hieß für NOE als einen der Sponsoren des
Workshops, Kleinmengen an Schalhaut NOEform und etliche
Quadratmeter NOEalu L zur Verfügung zu stellen und die Künstler in
der Handhabung des Schalmaterials einzuweisen. Schalböden wurden
gezimmert und die Schalungen aus NOEform für das Gießen der
künstlerischen Grundformen zusammengeschraubt. Auch die Herstellung
und Verarbeitung von NOEplast flüssig erklärten die NOE-Helfer den
Künstlern und unterstützten sie obendrein tatkräftig bei der
Verarbeitung dieses hochwertigen Kreativ-Materials. Trotz
Bullenhitze und anderer widriger Bedingungen waren sowohl die
Vorarbeiten der Sponsoren als auch das künstlerische Ergebnis
dieses Wettbewerbs so überzeugend, dass alle Beteiligten voll des
Lobes waren.
Verblüffend war vor allem die innovative und experimentelle
Verwendung des Werkstoffes Beton. So verarbeitete z. B. Lena Röth,
eine Studentin der Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart und
Siegerin dieses Events, mit dem Entwurf „Elternhaus“ ihre Kindheit
mit kartenhausähnlichen Fassaden und Häuschen, auch diese geschalt
mit Kleinstmengen NOEform. Die Künstlerin beschreibt damit ihre
acht Heimaten bzw. Orte, in die sie wegen der zunehmenden Enge im
Elternhaus immer wieder umziehen musste. Auch bei der
preisgekrönten Arbeit „Sandbaden“ von Sonja Nagel und Jan Theissen
ging es darum, ein emotionales Thema auf eine sachliche Ebene zu
holen. Eine Luftmatratze aus Beton, geformt und abgegossen mit
NOEplast flüssig, verdeutlicht den Gefühlstransfer zwischen
scheinen und sein, wenn die harte Betonmatratze im Ufersand der
Brenz Feriengefühle vorgaukelt. Genau so wie bei Wolfgang Bretter,
der mit „Eis im Block“ die Zerrissenheit von Warm und Kalt in Beton
goss und damit ebenfalls eine preisgekrönte Arbeit
ablieferte.
Eine hochkarätige Jury mit Prof. Dr. Sabine Theis-Krömer von der
RWTH Aachen/Mainz an der Spitze bewertete die Arbeiten des
Wettbewerbs „Artist at Work“, der mit insgesamt 3.500 Euro
ausgelobt war, als qualitativ hochwertig und attestierte den
Preisträgern großes Können und Einfühlungsvermögen in den neuen
Werkstoff. So sei es z. B. der ersten Preisträgerin Lena Röth
gelungen, „Beton zu poetischen Bildern zu verführen“. Der von
Beton-Braun – Ideen aus Stein, Amstetten initiierte und von
Unternehmen der Baubranche geförderte Wettbewerb fand in dieser
Form schon zum dritten Mal statt und der Veranstalter und
Hersteller von Sandsteinbeton war rundum zufrieden mit der Session
und der Möglichkeit, sowohl Künstlern als auch der Öffentlichkeit
den Sandsteinbeton nahe zu bringen und „Beton von einer seiner
schönsten Seiten zu zeigen“.



