Kulturziegel

  • Aufgrund seiner klaren Architektur und einer roten Aluminium-Außenfassade erinnert das Bürgerhaus Unterföhring an einen überdimensionalen Ziegel. Die Unterföhringer Bürger tauften es deshalb salopp „Kultur­ziegel“.

  • Die NOEplast Strukturmatrize Foehring ist einer Lattenstruktur aus Lärchenholz mit unterschiedlichen Längen und Dicken nachempfunden. Die Struktur ist so konzipiert, dass sie in Länge und Breite beliebig erweitert werden kann.

  • Die NOEplast Strukturmatrize Foehring ist so konzipiert, dass sie beliebig oft aneinander gesetzt werden kann. Die Lattenstruktur selbst unterstützt die klare, strukturierte Architektur des Bürgerhauses.

  • Die NOEplast Strukturmatrize Foehring ist so konzipiert, dass sie beliebig oft aneinander gesetzt werden kann. Die Lattenstruktur selbst unterstützt die klare, strukturierte Architektur des Bürgerhauses.

  • In Breite und Höhe lässt sich die NOEplast Strukturmatrize beliebig ergänzen.

  • Viel Licht und Lichtspiele sind eines der wesentlichen Gestaltungsmerkmale der Innenarchitektur des Bürgerhauses.

  • Sie bestimmen die Innenarchitektur des Bürgerhauses: dunkler Natursteinboden und mit Hilfe von NOEplast strukturierte, helle Sichtbetonflächen.

  • Sie bestimmen die Innenarchitektur des Bürgerhauses: dunkler Natursteinboden und mit Hilfe von NOEplast strukturierte, helle Sichtbetonflächen.

  • Die maximal lieferbare Länge der Strukturmatrize Foehring beträgt zehn Meter. Darüber hinaus kann diese beliebig verlängert und auch verbreitert werden.

Kulturziegel mit einer Innenarchitektur aus Sichtbeton

NOEplast Struktur Foehring als gestaltendes Element
für die Innenarchitektur des Bürgerhauses Unterföhring

Die Gemeinde Unterföhring ist Heimat von rund 9000 Einwohnern, wichtiger Medienstandort und dank seines neuen Bürgerhauses auch Namensgeber einer neuen NOEplast Strukturmatrize. Diese wurde jedoch einfachheitshalber um die Vorsilbe „Unter“ gekürzt und heißt heute „Foehring“.

Viele Einwohner Unterföhrings nennen ihr neues Bürgerhaus salopp „Kulturziegel“. Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes ist dies auch nicht verwunderlich. Der Baukörper zeichnet sich durch seine kubische Form sowie seine Rot eloxierte Alu-Außenfassade aus und erinnert damit stark an einen Ziegel. In seinem Innern befindet sich ein multifunktionaler Saal mit bis zu 700 Sitzplätzen. Zudem sind in dem neuen Gebäude eine Bibliothek sowie Vereins- und Gruppenräume untergebracht. Ein kleiner Saal im ersten Obergeschoss, Räume für die Musikschule und einige Ateliers ermöglichen ein vielfältiges, kulturelles Angebot, womit erklärt ist, warum das Unterföhringer Bürgerhaus nicht einfach nur „Ziegel“, sondern „Kulturziegel“ genannt wird.

Raumprogramm

Der Neubau, dessen Planung die WerkGemeinschaft Guttenberger aus Stuttgart, nach dem Erfolg im europa­weiten Wettbewerb 2006, übernahm, bietet aber nicht nur Kulturelles. Die Einwohner der bayrischen Gemeinde können im Untergeschoss des 10.000 m² großen Gebäudes auch eine Kegelbahn sowie Partyräume mit zugeordneter Küche nutzen. In den Geschossen darüber befinden sich ein Restaurant, Räume für die Sozialberatung, großzügige Pausenflächen.
Das über drei Geschosse offene Foyer bildet das Herz des neuen Bürgerhauses. Es verknüpft die Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen miteinander und erleichtert die Orientierung im Gebäude. Offene Treppen und Lufträume ermöglichen Blickbeziehungen über die Geschosse hinweg. Plattformen auf allen Ebenen regen die Besucher zur Kommunikation an.

Gelungene Materialwahl

Mit der Wahl der Baumaterialien unterstrichen die Planer die klare und reduzierte Gebäudeform des Unterföhringer Bürgerhauses. Dementsprechend verwendeten sie möglichst wenig unterschiedliche Materialien und setzten Licht als Gestaltungsmittel ein.
Vor allem bei der Erschließung des Gebäudes, dem Foyer, bewiesen die Mitarbeiter des Büros Guttenberger viel Fingerspitzengefühl. Hier kombinierten sie große Glasflächen, dunklen Natursteinboden und hellen, strukturierten Sichtbeton. Die Oberfläche des Sichtbetons ist einer unterschiedlich tiefen Lattenstruktur aus Lärchenholz nachempfunden.

NOEplast Strukturmatrize Foehring

Die ursprüngliche Idee, die Lärchenholzlatten auf Beton-Schaltafeln aufzubringen und dann zu betonieren, um die gewünschte Beton-Oberfläche zu erreichen, wurde jedoch schnell wieder verworfen. Zum einen, weil man nach jedem zweiten Betoniertakt die Latten hätte austauschen müssen und zum anderen, weil dies sehr zeitaufwändig und damit teuer gewesen wäre.
Gemeinsam mit den Architekten und dem ausführenden Bauunternehmen Berger Bau, Passau entwickelte deshalb NOE-Schaltechnik die neue NOEplast Strukturmatrize „Foehring“.
Diese besteht aus zehn unterschiedlich langen und un­terschiedlich dicken Lärchenholzlatten mit einer Breite von jeweils 50 mm. Die Strukturmatrize hat außerdem den Vorteil, dass sie horizontal und vertikal fast unendlich verlängerbar ist. Dies erwies sich vor allem bei einer zehn Meter hohen Wand im Foyer des Unterföhringer Bürgerhauses als sehr nützlich.
Die Strukturmatrize selbst zeichnet sich – wie alle NOE­plast Strukturmatrizen – durch eine hohe Detailtreue und sehr gute Wiedergabequalität aus. Eine Eigenschaft, die wesentlich zum Gelingen des architektonisch wertvollen Foyers des Unterföhringer „Kulturziegels“ beitrug.
Diese Strukturmatrizen haben eine Shore-Härte von 65 bis 70 und lassen sich bei fachgerechter Handhabung bis zu 100-mal einsetzen.
Auch das Arbeiten mit diesen Strukturmatrizen ist einfach. Sie wird im Ortbetonbau auf der Betonschalung befestigt oder im Betonfertigteilwerk in die Betonschalung gelegt oder geklebt. Anschließend wird betoniert. Nach dem Aushärten des Betons wird ausgeschalt und die Struktur ist im Beton sichtbar.

NOEplast Strukturmatrizen

Hersteller dieser Polyurethan-Matrize ist NOE-Schal­technik aus Süssen. Unter der Bezeichnung NOEplast liefert NOE eine Vielzahl unterschiedlicher Strukturmatrizen und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, individuelle Matrizen zu realisieren.
Genau dies nutzten die Architekten von der WerkGemeinschaft Guttenberger und entwickelten eigens für das Bürgerhaus in Unterföhring eine neue NOEplast Struktur. Um individuelle Matrizen zu fertigen, ist in der Regel ein 1:1 Modell der gewünschten Struktur notwendig. Dies kann entweder aus Holz oder Gips sein. Daraus fertigen die NOE-Mitarbeiter ein Matrizennegativ. Mit diesem können dann fast beliebig viele Strukturmatrizen für die Baustelle oder das Betonwerk hergestellt werden.
Wird eine Matrize in das Standardlieferprogramm aufgenommen, erhält sie in der Regel den Namen ihres ersten Einsatzortes. So kommt es, dass NOEplast Strukturmatrizen Namen führen wie zum Beispiel „Biberach“ oder „Riad“. Folglich wäre „Unterföhring“ der korrekte Name für die beim „Kulturziegel“ erstmals eingesetzte Struktur gewesen. Um seinen Kunden jedoch die Bezeichnung zu erleichtern, entschied sich NOE-Schal­technik die neue Strukturmatrize kurz „Foehring“ zu nennen.

NOEplast Handbuch – neu aufgelegt

Je nach Struktur haben die NOEplast Matrizen unterschiedliche Abmessungen. Die Größe der jeweiligen Matrize lässt sich auf der Homepage des Herstellers (www.noeplast.com) oder im neu aufgelegten NOEplast Handbuch nachschlagen. Dieses enthält alle standardmäßig lieferbaren Strukturmatrizen sowie viele Einsatzbeispiele und besticht durch seine übersichtliche Gliederung. Zudem zeigt es, wie einfach sich individuelle Motivideen realisieren lassen – bis hin zu Fotomotiven.

Bautafel:

  • Bauherr: Gemeinde Unterföhring, 85774 Unterföhring
  • Architekt: WerkGemeinschaft Guttenberger, 70188 Stuttgart
  • Subplaner: Bez + Kock Architekten, 70174 Stuttgart
  • Ausführendes Bauunternehmen: Berger Bau GmbH, 94036 Passau