Lycée Marc Bloch

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch im südfranzösischen Sérignan sind aufgestellten Schilfbündeln nachempfunden.

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch sollen an eine jahrhundertealte Bautradition in der Camargue erinnern.

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch im südfranzösischen Sérignan sind aufgestellten Schilfbündeln nachempfunden. (Foto: Région Languedoc-Roussillon, Direction de la Communication, Montpellier)

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch sollen an eine jahrhundertealte Bautradition in der Camargue erinnern.

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch im südfranzösischen Sérignan sind aufgestellten Schilfbündeln nachempfunden.

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch sollen an eine jahrhundertealte Bautradition in der Camargue erinnern. (Foto: Région Languedoc-Roussillon, Direction de la Communication, Montpellier)

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch sollen an eine jahrhundertealte Bautradition in der Camargue erinnern.

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch im südfranzösischen Sérignan sind aufgestellten Schilfbündeln nachempfunden.

  • Die sichtbaren Beton-Oberflächen der Wände des Lycée Marc Bloch im südfranzösischen Sérignan sind aufgestellten Schilfbündeln nachempfunden.

Mit Beton an alte Bautechniken erinnern

Neue NOEplast Strukturmatrize Camargue mit Schilfmotiv

Es gehört schon viel Fingerspitzengefühl dazu, eine Bau­weise, die eher als modern gilt, mit einer Bauweise, die immer mehr in Vergessenheit gerät, architektonisch anspruchsvoll zu kombinieren. Zu welchen ästhetischen Ergebnissen dies führen kann, präsentiert der Architekt François Fontes beim Lycée Marc Bloch in Sérignan. Hier entstand unter seiner Federführung ein Gebäudekomplex, der seit Herbst 2013 zahlreichen Schülern als Freizeit- und Bildungsstätte dient.

Die Fassadenflächen der Gebäude bestehen größtenteils aus strukturiertem Sichtbeton, die das Relief von gebündeltem Schilf widerspiegeln. Damit erinnert der Architekt an eine 700 Jahre alte Bautradition der Camargue. Sie basiert auf dem Einsatz von Schilf als organischem Baustoff und diente früher den Frauen als Einnahmequelle. Denn es war vornehmlich ihre Aufgabe, in die Sümpfe zu steigen und dort das Schilfgras zu ernten. Nachdem sie es mit einer langstieligen Sichel abgeschnitten hatten, transportierten sie es mit Hilfe eines Bootes an Land, wo es gebündelt und mit einer Schnur oder einem Draht zusammengebunden wurde. Das organische Material konnte zum Decken der Dächer, zum Dämmen und sogar zum Errichten von Wänden genutzt werden. Die damit erstellten Bauelemente zeigten häufig ein typisches Relief. Genau dieses nahm der Architekt François Fontes auf und ließ es an der Sichtbetonfassade des Gebäudekomplexes zu neuem Leben auferstehen. Um die ungewöhnliche Ober­flächengestaltung im Beton zu realisieren, setzte er NOEplast Strukturmatrizen von NOE-Schaltechnik ein.

Eine neue Matrize entsteht

NOE bringt die Polyurethanmatten unter dem Namen NOEplast auf den Markt und verfügt über ein großes Sortiment an Standardmatrizen. Darüber hinaus bietet er auch die Möglichkeit, individuelle Motive selbst zu realisieren.

Diese Chance nahm François Fontes wahr und gestaltete eine völlig neue Matrize. Da das Betonrelief möglichst nah am Original sein sollte, verwendeten die Verantwortlichen zur Herstellung der NOEplast Strukturmatrizen natürliches Schilfrohr. Es wurde mit flüssigem Polyurethan abgeformt.

Die Matrize ist seit Anfang 2014 auf dem Markt. Es gehört zur Tradition von NOE-Schaltechnik, die neuen Strukturmatrizen fast immer nach dem ersten Einsatzort des Motivs zu benennen. Dieses Mal erhielt die Struktur den Namen des Gebietes aus dem die traditionelle Schilfbauweise stammt. Die von François Fontes entworfene Matrize trägt den Namen Camargue.

Anwendung der Matrize

Wie alle Strukturmatrizen muss auch sie gut in der Schalung fixiert werden. Nachdem das Trennmittel aufgetragen wurde, kann der Anwender den Beton einfüllen. Sobald dieser ausgehärtet ist, wird die Matrize entfernt und das Relief sichtbar. Um seinen Kunden die Arbeit zu erleichtern, bietet NOE-Schaltechnik einen besonderen Service an: Auf Wunsch kleben die Mitarbeiter des Unternehmens die Matrizen auf die Schalung oder auf eine Trägerplatte und verschrauben sie mit einem Schalungselement. Dies ist vor allem bei Ortbetonbaustellen eine wertvolle Hilfe, da hier häufig kein ebener, staubfreier Untergrund vorhanden ist und Temperaturschwankungen das Aufkleben der Matrize zusätzlich erschweren. Auf der Baustelle bedeutet dies, dass ein Arbeitsschritt entfällt, wodurch Zeit und Geld gespart werden kann.

Mehrfacher Einsatz spart Geld

Ein weiterer wichtiger Vorteil von NOEplast ist, dass sie je nach Beschaffenheit ihrer Struktur bis zu 100-mal wiederverwendet werden kann. Hierfür genügt es in den meisten Fällen, die Matrize mit Wasser zu reinigen und erneut mit Trennmittel zu behandeln. So reduzieren sich die Quadratmeterkosten des Betons mit jedem Einsatz. Damit dabei die Matrize formstabil und langlebig bleibt, bringt der Hersteller auf ihrer Rückseite ein Glasfasergewebe an. Ein weiteres Merkmal, durch das sich NOEplast von zahlreichen anderen Schalungsmatrizen angenehm abhebt. So lassen sich zukünftig nicht nur in der Camargue, sondern weltweit Betonwände erstellen, die das Relief von gebündeltem Schilf widerspiegeln und damit auf eine traditionelle Bauweise Bezug nehmen.

Bautafel:

  • Architekt:
    Fontes Architecture, Montpellier, Frankreich
  • Ausführendes Bauunternehmen:
    DUMEZ SUD (Gruppe Vinvi Construction),
    Niederlassung Hérault
  • Strukturmatrizen:
    NOE-France, St. Quentin, Frankreich